Kein Placebo – Doppelblindstudien über die Wirksamkeit von Reiki-Behandlungen

Weltweit wird Reiki in Krankenhäusern, Krebshilfezentrum, Rehakliniken und der Palliativmedizin erfolgreich eingesetzt. Studien zeigen, dass insbesondere auf der emotionalen Ebene positive Veränderungen geschehen. Über die tiefe Entspannung, die Reiki bewirkt, wurde bisher einstimmig berichtet. Auch Angstzustände, Stress und Schmerzen können durch Reiki-Behandlungen spürbar gelindert werden.

Durch verschiedene Einstimmungsprozesse werden einem Reiki-Heiler seine Fähigkeiten vermittelt. Von vielen Menschen wird dieser Aspekt belächelt und als Placebo-Effekt abgetan. Wissenschaftler haben sich diesem Problem angenommen und Studien über praktische Reiki-Behandlungen überprüft – Fernbehandlungen wurden nicht mit einbezogen, weil es zu diesem Thema noch zu wenig veröffentlichte Studien gibt.

Berücksichtigt wurden Studien, in denen unter anderem Ärzte eine Reiki-Behandlung nachstellten, die nicht in das System eingestimmt waren. Verglichen wurden Behandlungen mit Ärzten, die einen Reiki-Grad hatten. Die Überprüfung umfasst Studien mit 20 oder mehr Teilnehmern. In zwei Studien wurden sogar Laborratten als Empfänger von Reiki beobachtet. Die streng durchgeführten Studien haben Beweise durch mikroskopische Gewebeuntersuchungen und implantierte telemetrische Sender hervorgebracht. Diese Studien können als hochsignifikant angesehen werden.

In den gesammelten Studien wurden folgende Reaktionen untersucht:
1. Physiologische Reaktionen auf Reiki
2. Die Anwendung von Reiki als ergänzende Therapie bei chronischen Erkrankungen
3. Die Anwendung von Reiki zur Behandlung einer chronischen Erkrankung
4. Die Anwendung von Reiki als ergänzende Therapie bei akuten Beschwerden

Die physiologische Reaktion auf Reiki hat in den Studien eine klare körperliche Entspannung beobachten lassen – mehr als mit Meditation und Entspannungsmusik in der Kontrollgruppe erzielt werden konnte oder mit einem Behandler, der zwar die Hände aufgelegt, aber nicht in das System eingestimmt war.

Reiki mit Laborratten
Baldwin und Schwartz beobachteten Ratten, die durch Lärm unter Stress gesetzt wurden. Ein paar Ratten wurden mit Reiki behandelt, andere mit „Schein-Reiki“ und die dritte Gruppe von Ratten nur beobachtet. Das Experiment wurde über einen Zeitraum von 21 Tagen mit täglich 15 Minuten Reiki durchgeführt. Insgesamt wurde es dreimal wiederholt mit verschiedenen Reiki-Praktizierenden. Als Resultat kam heraus, dass das Ausmaß stressbedingter mikrovaskulären Schäden durch Lärm mit Reiki signifikant geringer war als in der „Schein“-Gruppe und der Kontroll-Gruppe der Ratten. Aufgrund dieser Untersuchung wurde eine frühere Studie erweitert, welche die Herzfrequenz und den Blutdruck von Ratten unter Reiki-Behandlungen untersuchte. Die Ratten wurden mit telemetrischen Sendern ausgestattet, um genaue Ergebnisse zu erzielen. Herausgekommen ist, dass Reiki signifikant die Ruheherzfrequenz als auch den Anstieg der Herzfrequenz positiv beeinflussen kann, während das bei der „Schein-Gruppe“ nicht der Fall war.

Chronische Erkrankungen des Nervensystems
Auch in einer Studie mit Menschen, die an Burnout litten konnte festgestellt werden, dass bereits eine einzige Reiki-Sitzung die Herzfrequenzvariabilität und die Körpertemperatur erhöhte, jedoch nicht den Cortisolspiegel! Diese Studie deutet darauf hin, dass Reiki das autonome parasympathische Nervensystem positiv beeinflussen kann. Das autonome Nervensystem wird von den Emotionen gesteuert. Chronische Schmerzen sind immer eine Fehlregulierung dieses Systems und haben eine verringerte Herzfrequenzvariabilität zur Folge. Eine erhöhte Herzfrequenzvariabilität deutet auf die Regulierung des autonomen Nervensystems hin sowie eine verringerte Schmerzempfindlichkeit. Somit ist Reiki eine sanfte Methode, um das parasympathische Nervensystem durch Tiefenentspannung zu aktivieren. Es hat das Potential, eine breite Palette chronischer Erkrankungen therapeutisch wertvoll zu unterstützen.

In einer weiteren Studie von Salles wurde in einer Doppelblind-Studie die Wirkung von Reiki auf einen pathologischen Blutdruck untersucht. Es gab wieder drei Gruppen: Reiki, Schein-Reiki und eine Restkontrollgruppe. In einer zwanzigminütigen Sitzung wurde Reiki praktiziert. In jeder der 3 Gruppen sank der Blutdruck, wobei die Reiki-Gruppe die größte Senkung erzielen konnte, gefolgt vom Placebo und der Kontrollgruppe.

Bei chronisch kranken Patienten wurde eine Studie durchgeführt, in der Reiki-Meister zweimal pro Woche eine Ganzbehandlung für mindestens 30 Minuten über eine Gesamtdauer von 5 Wochen praktizierten. Reiki konnte – wirksamer als alle anderen Behandlungsmethoden – Schmerzen verringern, Depressionen und Angstzustände lindern. Zusätzlich wurde festgestellt, dass Reiki eine positive Veränderung der Persönlichkeit hervorruft, das Selbstwertgefühl stieg und eine Verschiebung von zwanghafter Kontrolle in Richtung eines realistischen Gefühls von persönlicher Kontrolle stattgefunden hat.

Die Ergebnisse dieser Studien beweisen, dass Reiki bei der Aktivierung des parasympathischen Nervensystems wirksamer ist als ein Placebo.

Schlussfolgerungen
Obwohl es immer noch keine wissenschaftliche Erklärung für die Wirksamkeit von Reiki gibt, decken die vorliegenden Studien auf, dass Reiki wirksamer ist als ein Placebo. Damit ist auch bewiesen, dass die Einstimmung von einem Reiki-Meister zu einer qualitativen Steigerung der Heilungsfähigkeit führt!
Reiki hat das Potential, eine breite Palette chronischer Erkrankungen in der Therapie wertvoll zu unterstützen. Reiki ist jedoch kein Heilmittel für jeden Gesundheitszustand. Vielmehr sollte es als ergänzende Therapie betrachtet werden. Durch Reiki-Behandlungen können signifikant tiefe Entspannungszustände in einem kurzen Zeitraum bewirkt werden. Weitere Forschungsarbeiten sind notwendig, um die Effekte von Reiki über mehrere Sitzungen und einen längeren Zeitraum zu beobachten.

Die Auswertungen der Studien im Original: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5871310/?fbclid=IwAR0UjoPRXp1su_mO393c-F_rig3sP-CwLcF5Ue5KNpn3EcLle0QDbth58xQ

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